Wer wir sind - Was wir wollen - Was wir anbieten!

...und ganz unten: Statistik...

Genußvoll Essen - Fotolia

Erfolgreich abnehmen!

 

Allein in Lippe leben etwa 46.000 Menschen, die an Adipositas, einem krankhaften Übergewicht - mit einem BMI über 30 - leiden (nach Daten des Statistischen Bundesamtes 2008, siehe Tabellen und Links unten auf dieser Seite).

Adipositas ist eine Erkrankung, die mit einem steigenden Risiko weiterer Erkrankungen verbunden ist wie z.B. Bluthochdruck, Zuckerkrankheit, Arthrose (besonders der Hüft- und Kniegelenke). Dazu kommen die seelischen Probleme durch zunehmende Immobilität und soziale Isolation besonders sehr stark übergewichtiger Menschen.

Slobodan Djajic - Fotolia.com

 

Nach einer Studie (veröffentlicht in Diabetes Care 2009) haben nur 6 von 100 adipösen Menschen einen normalen Stoffwechsel  und normalen Gesundheitszusstand. Bei den übrigen 96 % bestanden Gesundheitsrisiken im Sinne eines sog. metabolischen Syndroms wie Insulinresistenz (als Vorstufe zur Zuckerkrankeit), eine vorhandene Zuckerkrankheit,  Bluthochdruck und zu hohe Blutfette und damit ein erhöhtes Sterblichkeitsrisiko.

Seit Anfang 2008 arbeitet eine Entwicklergruppe aus Ärzten des Ärztenetzes Lippe in Zusammenarbeit mit DiplomSport- und -Ernährungswissenschaftlerinnen und Sozialarbeiterinnen in ihrer Freizeit an diesem außergewöhnlichen Projekt.

Die Vision war ein regionales, ärztlich geleitetes und wissenschaftlich gesichertes Gewichtsreduktionsprogramm, dem wir im Frühsomer 2009 den Namen Lippe in Form gegeben haben.

Das Programm

Die Gewichtsreduktion wird erzielt durch Optimierung der Ernährung, neuer Freude an regelmässiger Bewegung und Finden einer positiven Einstellung zum Leben - und zum eigenen Körper! Und auch bei Stagnation der Gewichtsabnahme ohne den gefürchteten JoJo Effekt ist das Halten eines dann niedrigeren Gewichtes als ein wesentlicher eigener Erfolg zu werten!

 

Eine Evaluation des Programmes sowie eine wissenschaftliche Auswertung in Zusammenarbeit u.a. mit dem Klinikum Lippe-Detmold, PD Dr. J. Tebbe, PD. Dr. A. Holstein) ist geplant. Auch die Ruhr-Universität Bochum, vertreten durch das Herz- und Diabeteszentrum Bad Oeynhausen, zeigt grosses Interesse.

 

Im Oktober 2010 haben die ersten 56 TeilnehmerInnen, die vor einem Jahr begonnen haben, ihren Kurs beendet. Über die Hälfte konnten mit befriedigenden bis sehr guten Ergebnissen - was allein das Körpergewicht angeht - den Kurs beenden. Und selbst bei denen, die kein Gewicht verloren haben, konnten wir mit Hilfe der BIA-Messung (siehe Glossar) in einigen Fällen zeigen, das sich der Fettanteil deutlich zu Gunsten der Muskelmasse verringert hat. Manche TeilnehmerInnen berichten, daß sie sich jetzt wieder mit neuem Selbstwertgefühl in der Öffentlichkeit bewegen - und die aufgebauten Kontakte mit Gleichgesinnten fortführen wollen. Auch dabei sind wir gerne behilflich.

 

An der ausführlichen Auswertung der Ergebnisse arbeiten wir und werden diese so bald wie möglich veröffentlichen.

 

Alternativen?

Andere, ähnlich konzipierte Programme sind an einzelne, lokale Schwerpunktpraxen gebunden. Diese können pro Jahr nur 1-2 Kurse an ihrem Standort für je ca. 12 Interessierte anbieten.

Es sollen die Kursteilnehmer ortsnah in ihrer Nähe Mitstreiter finden, mit denen sie sich auch außerhalb des Kursrahmens treffen, austauschen und bewegen können.

Zusammenarbeit

Wir arbeiten zusammen mit dem Klinikum Lippe, das seinerseits einen intensiven Beitrag zur Behandlung der Adipositas leistet, was ja schon wiederholt z.B. in der Lippischen Landeszeitung Erwähnung fand.

 

Wir haben uns des Rückhaltes unter den "Betroffenen" versichert, indem wir eine Kooperation mit der Adipositas-Selbsthilfegruppe Lippe gegründet haben.

 

Unterstützung finden wir auch in der Zusammenarbeit mit der Klinik am Korso - Klinik für Eßstörungen unter Leitung von Professor Dr. med. T.J. Huber in Bad Oeynhausen - Siehe auch Kooperationspartner

Unser Team

Einige unserer Mitarbeiter stellen wir Ihnen auf der Seite Unser Team vor.

 

Wer ist unsere Zielgruppe?

Betroffene

Betroffen sind alle deutlich Übergewichtigen, die langfristig, vernünftig, gesund, ohne JoJo-Effekt abnehmen wollen (oder müssen) und sich dafür ein ganzes Jahr Zeit nehmen wollen. Aufgrund der Bewegungsanteile im Programm sollte eine gewisse körperliche Fitness vorhanden sein.

 

Vermittler

Vermittler sind

  • Ärzte und andere im Gesundheitssystem Tätige, die ihren Patienten endlich ein qualitativ exzellentes Angebot machen wollen
  • Freunde und Verwandte, die Betroffene auf eine solide Hilfe aufmerksam machen können
  • Krankenkassen, die ihren Versicherten den Weg aus einem gesundheitsbedrohendem Zustand ebnen wollen

Zahlen und Daten zum Thema

Statistisches Bundesamtes 2008

Original-Grafik auf Seite 266 des PDF-Dokumentes

Entwicklung des Body Mass Index BMI in Deutschland 2002-2004-2006, Tabelle aus Datenreport: Gesundheit und soziale Sicherung, 2008 (PDF), Seite 266

 

Kommentar: Von 2002 - 2006 zeigt sich ein minimaler Anstieg des Anteils der Menschen mit  Adipositas. Dieser Anteil ist in der Region Ost etwas höher ist als in der Region West. Von einer - wie oft gerne in den Medien berichteten - "dramatischen" Zunahme kann nicht die Rede sein!

Adipositas Statisktik Original-Grafik auf Seite 46 des PDF-Dokumentes

Quelle: Indikatorenbericht Statistisches Bundesamt 2008 - Lebensqualität - Anteil der Menschen mit Adipositas (PDF) Seite 46

 

Kommentar: Von 1999 - 2005 zeigt sich ein leichter Anstieg des Anteils der Menschen mit  Adipositas. Auch hier gilt: Von einer - wie oft gerne in den Medien berichteten - "dramatischen" Zunahme kann nicht die Rede sein!

Body Mass Index (BMI) der erwachsenen Bevölkerung

Logo Mikrozensus

Eine erneute (s.u.) Befragung im Jahr 2005 ("Mikrozensus") ergab einen Anteil von Menschen mit einem BMI über 30 von 13,6% (siehe hier).

(Allerdings lag die Ausfallquote bei 24% im Jahresdurchschnitt 2005 bei der Frage zum Körpergewicht).

 

Bild Tabelle

...nach Alter, Sozialschicht Geschlecht, Link zur Tabelle: Bundes-Gesundheitssurvey 1998

 

...in Deutschland nach: Gesundheitsberichterstattung des Bundes

Kommentar: Für diese Ergebnisse wurden Grösse und Gewicht tatsächlich gemessen.

 

Nach den oben gezeigten  Tabellen lag der Anteil an Menschen mit einem BMI über 30 kg/qm bei 21,7% bzw. 14-16 %

 

Aufällig in der Tabelle von 1998 ist ein etwas erhöhter Anteil der leicht Übergewichtigen (BMI 25-30) und ein deutlich erhöhter Anteil der massiv übergewichtigen (BMI über 30)  in den jeweils mittleren und unteren Sozialschichten. Über die Gründe mag man streiten. Uns ist wichtig, das Angebote zur Gewichtsreduktion niedrigschwellig und auch für Angehörige der unteren Sozialschicht finanziell tragbar sind.

 

Daher ist die Unterstützung der Kurse bzw. die zumindest teilweise Kostenübernahme durch die Krankenkassen dringend notwendig.

Dramatische Zunahme der Adipositas?

Explosionsartige Zunahme der Fettleibigkeit?

Wahrheit oder Lüge?

Tabelle Adipositas 1984-2006 Quelle: Stat. Bundesamt

Die oben stehenden Meldungen tauchen so oder in ähnlicher Form immer wieder in Zeitungen und Büchern auf. Sind sie darum richtig?

 

Die obige Tabelle zeigt die Entwicklung der Adipositas von 1984 - 2003.

  • Lag 1986 der Anteil der adipösen Frauen (BMI > 30) bei 16,2%, steigerte er sich bis 2003 auf einen Anteil von 22,4 % (+7,1%).
  • Bei den Männern stieg der Anteil von 16,2% auf 22,5% (+ 6,3%).

Eine leichte Zunahme, aber doch eher keine dramatische Entwicklung!